Erfolgskontrolle: Wissen Sie, was Ihr Online-Marketing macht?

DIGITALISIERUNG AHOI

 

Marketing ist komplexer als je zuvor. Schuld an der Entwicklung ist die Digitalisierung, die unermüdlich wie ein Heer von Zinnsoldaten durch die Weiten der Welt schreitet und alles verändert, was ihr in die Quere kommt. Neben innovativen Technologien und neuartigen Geschäftsmodellen, die im Sekundentakt das Licht des Lebens erblicken, vollzieht sich nahezu zeitgleich ein kontinuierlicher Wandel innerhalb der Gesellschaft.

Gesucht, informiert und eingekauft wird heutzutage kanalübergreifend. Die Grenzen zwischen online, offline und mobil sind passé. Vielmehr bewegen wir uns in einer interaktiven Informationswolke, auf die einfach und beinahe ohne Einschränkungen zu gegriffen werden kann.

Dabei hinterlassen wir oft unbemerkt und unüberlegt viele kleine Datenspuren. Ob beim Einkaufen in Online-Shops, beim Surfen nach Informationen oder in sozialen Netzwerken. Die Datenmengen, die dabei entstehen, steigen rapide an und formen sich zu einem gewaltigen Datenberg. So entstehen pro Tag weltweit 2,5 Trillionen Bytes an Informationen. Eine Zahl, die unsere Vorstellungskraft übersteigt.

Für Unternehmen stellt der Datenberg jedoch eine funkelnde Goldgrube da. Durch die Erhebung verschiedener Datensätze können zum Beispiel Schwachstellen und Fehler im Online-Marketing erkannt und behoben werden. Im Ergebnis führt dies zu effizienten Geschäftsprozessen und fundierten Entscheidungsgrundlagen.

Doch die Vielfalt an Daten und wie sie gemessen, ausgewertet und interpretiert werden, bereitet vielen Unternehmen Schwierigkeiten. Insbesondere am Anfang passiert es leicht, dass man den Wald vor lauter Bäumen, in dem Fall Daten, nicht sieht und wichtige Datensätze außer Acht lässt oder Informationen in seine Analyse einbezieht, die keine Relevanz haben.

 

MIT ANALYSE-TOOLS ZUM ZIEL

 

Um Ordnung ins Chaos zu bringen, hat sich innerhalb der Internet-Branche eine eigene Industrie entwickelt, die kostenfreie und kostenpflichtige Tools anbietet, mit denen sich verschiedene Leistungskennzahlen in Echtzeit erfassen, analysieren und visualisieren lassen.

"Wissen ist Macht", sagte einst Francis Bacon. Denn, wer über Wissen verfügt und Informationen sein Eigen nennt, stürzt selbst die Größten.

Aber aufgepasst. Tool ist nicht gleich Tool. Die Art und Weise, wie die Helfer letzten Endes funktionieren, hängt stark von ihrer Ausrichtung ab. Generell wird zwischen zwei Arten unterschieden: Spezial-Tools und Toolboxen.

Wie der Name erahnen lässt, fokussiert sich die erste Variante auf einzelne Bereiche im Online-Marketing, während Toolboxen als Alleskönner ins Rennen gehen und das Ziel anstreben, alle Disziplinen im gleichen Umfang abzudecken.

Welche Tools für Unternehmen von Bedeutung sind, hängt von einigen Faktoren ab, die im Voraus geklärt werden müssen. Fragen, die bei der Auswahl der oder des richtigen Tools helfen können, sind zum Beispiel: 

  1. Worauf soll der Fokus im Online-Marketing gelegt werden?
  2. Aus welchen Kanäle sollen Informationen gesammelt werden?
  3. Wie viel darf das Tool kosten?
  4. Welche Sprachen und Länder sollen abgedeckt werden?

 

Google Analytics und SISTRIX

 

Zu den am häufigsten verwendeten Tools in Deutschland gehören Google Analytics, was wohl keine große Überraschung ist, und SISTRIX.

Als kostenloses Webanalyse-Tool überprüft Google Analytics überwiegend das Besucherverhalten einer Webseite und stellt die erfassten Daten grafisch sowie lesbar dar. Durch eine einfache Verknüpfung mit anderen Monitoring-Werkzeugen, z. B. dem Google Tag Manager, kann schnell ein nahtloses Tracking über mehrere Kanäle eingerichtet werden, ohne große Veränderungen am Quellcode der Seiten vornehmen zu müssen. Auf Wiedersehen, Komplexität!

Im Vergleich zu Google-Analytics handelt es sich bei SISTRIX um eine SEO-Toolbox, die aus sechs einzelnen Modulen besteht: SEO, Universal, Links, Ads, Social und Optimizer. Aufgrund der modulbasierten Arbeitsweise können Nutzer stets selbst bestimmen, wie und welche Module sie tatsächlich nutzen möchten. Die Quintessenz des Tools liegt vor allem im Sichtbarkeitsindex. Eine Kennzahl, die nicht nur die Sichtbarkeit der eigenen Domain auf den Suchergebnisseiten von Google anschaulich darstellt, sondern auch die der Konkurrenz. Als Faustregel gilt: Je höher der Wert, umso mehr Besucher gewinnt die Domain erwartungsgemäß über Google. Anhand der Werte lassen sich zudem kinderleicht Ist-Zustände festhalten, Wettbewerbsanalysen durchführen und Rückschlüsse über den Erfolg von SEO-Maßnahmen ziehen. Das Praktische: Alle von Google vorgenommenen Algorithmus-Änderungen werden im Index ausgeführt, so dass ggf. Schwankungen nachvollziehbar erscheinen.

 

360° UND NICHT WENIGER

 

Allerdings bringen auch die besten Analyse-Tools wenig, wenn kein einheitliches Konzept im Online-Marketing ausgearbeitet wurde. Eine erfolgreiche Digitalstrategie verläuft immer interdisziplinär. Es gilt daher folgender Ratschlag:

Wer digital erfolgreich sein will, sollte seine Plattformen wie einen Garten behandeln, der angelegt, gepflegt und immer wieder neu bepflanzt werden muss.

Ein Grundkonstrukt, an dem sich entlang gehangelt werden kann, könnte wie folgt aussehen:

 

Zielfestlegung

Am Anfang jeder Strategie müssen Ziele festgelegt werden. Unterschieden wird im Grunde zwischen qualitativen und quantitativen Zielen. Zu qualitativen Zielen zählen Faktoren wie Brand Awareness und Brand Image, während zu quantitativen Zielen alle messbaren Ereignisse gehören, also Traffic, Conversions etc.

Reporting und Monitoring

Ab hier beginnt die Kontrolle der Marketing-Kanäle mit Hilfe richtiger Tools. Dabei werden
Informationen, die aus Unternehmenssicht relevant erscheinen, gefiltert, verdichtet und zu informativen Zusammenfassungen aufgearbeitet. Das schafft Transparenz, liefert Soll-Ist-Vergleiche und Entscheidungshilfen.

Analyse

Aus den Erkenntnissen werden im Anschluss sinnvolle und umsetzbare Maßnahmen nach operativen, taktischen und strategischen Gesichtszügen abgeleitet.

 

GELERNTES IM ÜBERBLICK

 

Die digitale Revolution wird, so munkelt man, nicht aufhören und ja, alles wird etwas konfuser. In Panik ausbrechen, ist jedoch nicht von Nöten. Parallel zum exorbitanten Datenaufkommen sind zum Glück auch die technischen Instrumente gewachsen, die eine nonstop Auswertung von Daten zulassen.

Für Unternehmen eröffnen sich dadurch allerhand Chancen. So lassen sich zum Beispiel ganzheitliche Kundenanalysen durchführen. Dem Marketing ermöglicht das, eine bessere Kundenansprache über alle Kanäle hinweg vorzunehmen. Zudem wird die Voraussetzung geschaffen, neue Werbemaßnahmen persönlicher, akkurater und mit deutlich weniger Streuverlust zu adressieren.

Bevor sofort losgelegt wird und Tool nach Tool aktiviert werden, sollte vorab eine weitsichtige Strategie stehen. Erst dann wird ersichtlich, welche Informationen von Bedeutung sind, um eine mit Tränen bespickte Verzweiflung zu verhindern.

Zusammengefasst: Erfolgreiches Online-Marketing verlangt eine ineinandergreifende Komposition aus drei Komponenten:

  1. Eine 1A ausgearbeitete Online-Marketingstrategie
  2. Auswahl geeigneter Analyse-Tools, die als Türsteher fungieren
  3. Die eigene geistige Kraft, mit der Handlungsempfehlungen abgeleitet werden

Ohne diese drei Säulen läuft alles irgendwie, Betonung liegt auf "irgendwie".

 

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