Dank MURAL: interaktive Workshops, ganz digital

Die Corona-Krise macht physische Meetings schwer, wenn nicht unmöglich. Stirbt damit der klassische Workshop? Wir sagen: nein. Digital transformiert wird er aber ganz sicher.

Wir haben uns eingehend mit der Frage beschäftigt: Wie können wir interaktive Workshops anbieten, wenn sich alle nur noch digital begegnen? Wir haben geforscht, getestet, bewertet und sind schließlich zu einer soliden Lösung gekommen. Solltet ihr also gerade auf der Suche nach einer Online-Lösung für interaktive Workshops und Seminare sein, können wir euch sicher ein paar Ideen und hilfreiche Tipps mitgeben. Im Nachfolgenden erfahrt ihr mehr darüber, wie wir Marken- und SEO-Workshops online anbieten und wie es trotz Abstand gelingt, eine supergute Arbeitsatmosphäre* zu generieren.

*Für den Raumduft im Homeoffice bleibt weiterhin jeder selbst verantwortlich.

Tools für Online-Workshops: MURAL & Video-Konferenzen

MURAL ist eine browserbasierte Workshop-Lösung, mit der man virtuelle Arbeitsräume erstellen kann. Diese wiederum werden mit interaktiven Whiteboards bestückt, auf denen dann die Action stattfindet. Im Grunde genommen macht MURAL altbekannte Workshop-Tools im Webbrowser verfügbar und transformiert sie zu digitalen Werkzeugen.

Hier ist klassisches Workshop-Know-how gefragt

Die Workshopleiter bereiten die Whiteboards vor, auf denen sich die Teilnehmer kreativ austoben dürfen. Wie im echten Leben werden Punkte aus der Tagesordnung in passende Arbeitsmodule überführt. Hierfür sind die Erfahrungen aus der physischen Workshopwelt sehr hilfreich. Der kreative Part dabei ist, dass die Teilnehmer mit allen Elementen interagieren können. Sie können beispielsweise Klebezettel oder Karten generieren und beschriften, oder Freihandskizzen anfertigen und diese Inhalte frei auf den Whiteboards platzieren.

Das hat immense Vorteile:

  • Kreativität: Die Teilnehmer können Lösungen spielerisch erarbeiten. Durch die Interaktion mit den Workshop-Modulen ergeben sich immer neue Betrachtungsebenen und Spielarten. Die Zusammenarbeit macht Spaß und ist nicht so ermüdend wie bei einem Frontalformat.

  • Ordnung: Vereinfacht gesagt, können die einzelnen Module des Workshops vom Workshopleiter versteckt werden. So werden die Teilnehmer nicht gleich mit Informationen überfrachtet. Außerdem verfügt MURAL über Regie-Elemente, die helfen die Aufmerksamkeit der Teilnehmer zu lenken. So lässt sich der Ablauf – trotz aller Freiheiten – gut strukturieren.

  • Dokumentation: Durch die virtuellen Klebezettel, Skizzen und Bilder entsteht eine bunte Sammlung von Ideen und Lösungen zu jedem Thema. Die einzelnen Arbeitsflächen lassen sich einfach exportieren (als Bild oder PDF) und wandern so blitzschnell in die nächste PowerPoint-Präsentation.

Damit sich alle sehen und hören und interaktiv zusammenarbeiten können, setzen wir für unsere SEO-Seminare und Markenworkshops auf eine Kombination aus Videokonferenzsystem und MURAL.

Welche Video-Call-Plattform für Workshops?

Als Agentur passen wir uns an und greifen die Lösung auf, die unser Kunde bevorzugt. Wenn sich eine Chance dazu ergibt, bevorzugen wir für digitale Arbeitstreffen Zoom. Im Gegensatz zu Google Meet bietet Zoom sogenannte Breakout-Sessions. Das sind voneinander getrennte, zeitlich begrenzte Arbeitsräume - und perfekt für Arbeitsgruppen. Nutzt man Google Meet, kann man einfach mehrere Meets anlegen und diese als separate Räume nutzen, in die sich die Arbeitsgruppen dann treffen können

Zum Abschluss beantworten wir ein paar wichtige Fragen zu MURAL:

  • Kostet MURAL Geld?
    Ja, das tut es. Es gibt aber eine 30-Tage-Testphase, in der man alle Features ausprobieren kann. Auch komplette Workshops lassen sich in der Demophase organisieren. Zusätzlich zur Testphase gibt es kurze Einführungsworkshops, in denen man einen sehr guten Überblick bekommt, wie das Tool funktioniert. Lohnenswert!

  • Benötigt jeder Teilnehmer eine Lizenz?
    Nein, nur Kollegen, die den Workshop konzipieren, aufbauen und moderieren, benötigen die kostenpflichtige Lizenz. Teilnehmer laufen als Gäste und können in unbegrenzter Zahl und kostenfrei zugreifen. Gäste müssen beim Betreten der Arbeitsfläche nur einen Namen angeben (und die Schuhe abtreten).

  • Benötigt man zusätzliche Software?
    Wir setzen die Plattform bisher stets in Kombination mit einer Videokonferenzlösung (wie Zoom oder Google Meet) ein. Darüber hinaus, benötigt man keine Software. MURAL-Webseite öffnen, Account anlegen, fertig!

  • Wie starte ich, wieviel Zeit sollte ich für die Vorbereitung einplanen?
    Bevor man die Plattform in einem echten Workshop testet, sollte man ein paar Testläufe mit Kollegen fahren. Beispielsweise haben wir bei hafenkrone einen internen SEO-Workshop darüber gemacht, bevor wir damit in die freie Wildbahn gegangen sind. Grob gepeilt, entspricht die Vorbereitungszeit in Stunden, - stabil hinsetzen bitte - der Anzahl der Arbeitspakete. Sollen die Teilnehmer 5 Aufgaben bearbeiten, sollte man am Anfang auch eine Vorbereitungszeit von 5 Stunden einplanen. Das umfasst organisatorisches (wie die Einladung) oder das Anlegen von Tagesordnung und Dokumentation. (Zugegeben: der Kollege, der die MURAL-Boards bei uns baut, ist einfach nicht der schnellste).

  • Gibt es technische Herausforderungen?
    Manche Browser (Firefox und alte Internet Explorer) hatten schon Probleme mit Mural. Es macht Sinn, darauf schon bei der Einladung hinzuweisen und Links zu kompatiblen Browsern anzuhängen. Google Chrome war bisher der zuverlässigste Kandidat.

  • Was sollte man im Bezug auf Videoplattformen beachten?
    Gut ist es, sich im Vorfeld auf eine Plattform und einen Verantwortlichen einigen. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass manche Teilnehmer gar nicht auf andere Videolösungen als die hauseigene zugreifen können. Bezüglich Zoom noch ein Tipp: Breakout-Sessions müssen bereits bei Erstellung des Meetings angelegt werden.

  • Wie groß sollte das eigene Workshop-Team sein?
    Set yourself up to win: wir haben festgestellt, dass ein MURAL-Workshop dann in guter Atmosphäre gelingt, wenn man die Aufgaben aufgeteilt hat: Kollegen, die durch den Workshop moderieren und Aufgaben mit den Teilnehmern lösen, müssen nicht dieselben sein, die die Boards anlegen und die Regie machen. Zwei Leute sollten es schon sein, die einen Workshoptag machen. Das hat den Vorteil, dass man entspannter und schneller auf Entwicklungen reagieren kann.

  • Noch etwas, das man beachten sollte?
    Man sollte immer ein paar Minuten einplanen, in denen man das Tool oder neue Interaktionsmodelle erklärt. Das sind kleine Zeitfresser, die sich über den Tag summieren. MURAL ist sehr intuitiv, erfahrungsgemäß reicht eine grobe Einführung und ein paar Hinweise aus.