Googles Mobile First Index – das gibt es zu beachten

Wie bei allen großen Themen bekommt man irgendwie erst davon mit, wenn es fast schon wieder zu spät ist. So wird es aktuell sicher auch einigen Unternehmen gehen. Denn ab September indexiert Google Websites ausschließlich nach dem Mobile First Ansatz. Neu ist die Ankündigung allerdings nicht.

Was bedeutet Indexierung?

Wie Sherlock Holmes seine Baker Street Boys hatte, um ihm Informationen zu besorgen, nutzt Google sogenannte Crawlers. Diese Programme checken Websites auf ihren Inhalt. Sie untersuchen, wie relevant und gut aufbereitet er für die mögliche Zielgruppe ist. Dabei zählen auch Faktoren wie ein SSL Zertifikat oder der Page Speed – also die Geschwindigkeit, in der sich eine Seite aufbaut. Die Crawler sammeln all diese Einzelteile und bewerten in der Summe, wie gut die Seite gemacht ist. Je besser, desto höher die Indexierung. Und je höher diese ist, desto sichtbarer wird die Seite in den Suchergebnissen bei Google.

Responsive ja, mobile Version nein

Schon jetzt achtet Google bei der Indexierung darauf, wie die Website für mobile funktioniert. Denn responsives Design ist längst Usus. Oder sollte es zumindest sein. Eine Zeit lang wurden von den Desktopversionen nochmals extra Versionen für mobile Endgeräte erstellt und mit m. in der URL gekennzeichnet. Von diesem Vorgehen raten aber alle ab, einschließlich Google selbst. Dennoch sind Aufbau und Funktion der Desktopversion bisher ebenso ausschlaggebend für die Indexierung. 

70 % der Websites funktionieren mobile schon jetzt so gut, dass sie nach dem Mobile First Ansatz indexiert werden.

Was sich ab September 2020 ändert

Das Userverhalten hat sich in den letzten Jahren immer weiter weg vom großen Screen hin zum Smartphone entwickelt. Da ist es nur der nächste logische Schritt, die Indexierung dahingehend anzupassen – und Inhaber von Websiten quasi zu zwingen, mobile mitzudenken. Google kündigte eine solche Umstellung schon 2016 an, im September ist es nun soweit. Anstatt also wie bisher die mobile Usability einer Seite AUCH zu werten, steht sie nun an erster und ausschlaggebender Stelle. Gerade für die 30 % der Websites, die bisher noch nicht auf mobile Nutzbarkeit geachtet haben, heißt es nun: aktiv werden. 

Und weil euch das natürlich auch interessiert:

Das sagt die hafenkrone zu Mobile First

Svea, Online Marketing

Für uns im Online Marketing bedeutet die Ankündigung von Google, dass wir unsere Webseite und die unserer Kunden nochmal auf Herz und Nieren testen. Wir arbeiten schon seit 2-3 Jahren nach dem Mobile First Ansatz, aber auch innerhalb dieser Zeit hat sich einiges geändert, sodass wir nochmal ganz genau hinschauen. Betrachtet man das Update mit der SEO-Brille, kann man schon fast von Mobile Only sprechen und das müssen wir nun in unseren Köpfen fest verankern. Wo man bisher dachte, Mobile First ist good to have, aber auch nicht der heilige Gral, sollte man jetzt klar sagen, dass man sich ab September von seinem Sichtbarkeitsindex verabschieden kann, wenn man das nicht ernst nimmt und umsetzt.

 

Nina, Content

Keine Zeit, keine Zeit! Das gilt nicht für Hasen im Wunderland, sondern auch beim Userverhalten. Allein in den vergangenen zehn Jahren ist die Aufmerksamkeit des Users von 12 auf schmale 8 Sekunden geschrumpft. Heißt: Wir müssen recht schnell zum Punkt kommen. Auch die Frage, wie wir Content aufbereiten, denken wir jedes Mal neu. Fließtexte sind raus, mediale Diversität muss her. Ob jetzt aber für kleinen Screen oder Desktop, eines ändert sich sicher nie: an aller erster Stelle steht immer die Sinnhaftigkeit. Ist der Inhalt Quatsch und nicht passend zu Kunde, Aussage und Zielgruppe, ist es egal ob er als Text oder Video aufbereitet wurde.

 

Lena, Design

Mobile First liegt jetzt seit einigen Jahren in der Luft. Dabei sind im Design die Vielfalt der Screen-Größen das Maßgebliche – und nicht nur ein Mobile First Ansatz. Wir entwickeln Designs, die sich auf allen und vielen verschiedenen Screengrößen darstellen lassen und achten dabei auf Umsetzbarkeit, Breakpoints, definieren modulweise das Aussehen auf diversen Größen. Auf welcher Leinwand-Größe man dabei anfangen möchte, sollte man zielgruppenorientiert entscheiden und vernachlässigen sollte man die kleinen Größen auf keinen Fall.

Was könnt ihr also tun?

Uns anrufen. Gut, ein Spaß muss sein. Ihr könnt uns auch per Mail kontaktieren.

Im ersten Schritt könnt ihr die Google Checkliste sichten und damit checken, ob eure Website auf die Zukunft, also den Zeitraum ab September vorbereitet ist. Falls ihr euch die Ankündigung im Original durchlesen wollte, findet ihr sie unter diesem Link.

Um noch einmal auf Sherlock Holmes zurück zu kommen: Wenn ihr euch informiert und in Ruhe deduziert habt, ob eure Seite fit für die Zukunft ist, aber nicht sicher seid – wir sind es. Gerne analysieren wir gemeinsam und optimieren an den passenden Stellen.

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