Homeoffice weil Corona: Die hafenkrone zieht ein erstes Resümee

Eines vorneweg: Wir wissen nicht, seit wie viel Tagen genau wir jetzt zuhause sind. Das Erste, was man in der Isolation verliert, ist wohl das Zeitgefühl. Und das Bedürfnis, die Schublade mit den Jeanshosen zu öffnen. Aber wir sind es schon so lange, dass wir ein erstes Fazit ziehen können: was läuft und wo hakt‘s?

Wichtiger denn je: gelungene Kommunikation im Homeoffice

Klar, Kommunikation ist King. Wenn ein Team aber verstreut über ganz Hamburg sitzt, dann noch mal viel mehr. Denn man unterschätzt zu Beginn vielleicht den Gehalt der kleinen Absprachen, die sonst zwischen Schreibtisch und Kaffeemaschine getroffen werden.

Welche Kommunikationstools nutzen wir?

„Ähm, hast du mir das via Slack, Mail oder Wetransfer geschickt?“ Ja, kennen wir alle. Und die Vielzahl an Möglichkeiten ist in den letzten zwei Wochen nicht gerade geschrumpft. Wieso? Weil selbst der kurze Schnack an der Kaffeemaschine aktuell virtuell stattfindet. Das endet aber nicht zwangsläufig im Chaos. Es hat auch seine Vorteile: wo mehr schriftlich festgehalten wird, kann mehr über das Suchfenster wiedergefunden werden. Um mal nur eines zu nennen.

Schon vor dem Homeoffice arbeiteten wir mit Tools, die wir jetzt gar nicht mehr missen möchten.

Tools fürs Homeoffice: Slack

Slack

Hauptsächlich für die Kommunikation intern. Manchmal ist man einfach sprechfaul und dann schreibt man der Person gegenüber einfach schnell eine Nachricht. Ihr kennt das. Aktuell ist Slack natürlich unser Mitarbeiter des Monats.

Tools fürs Homeoffice: Whereby

Whereby

Mit Whereby haben wir bisher virtuelle Kundentermine gemacht. Inzwischen hat sich Wherebys Aufgabenbereich vergrößert: Es ist auch intern zu unserem Konferenzraum geworden.

Tools fürs Homeoffice: Google Meet

Google Meet

Mensch, der ist jetzt aber neu! Ganz genau. Für unser Weekly arbeiten wir aktuell mit Google Meet und sind sehr zufrieden. Man sieht alle und man hört alle und wir wollen nicht behaupten, genügsam zu werden in der Isolation – aber uns macht das glücklich. Google Meet ist also nicht nur Kommunikationstool, sondern auch eine teambildende – oder in dem Fall eher teamstärkende, teambleibende Maßnahme.

Fun Fact: Die Jagd nach einem virtuellen freien Konfi unterscheidet sich kaum bis gar nicht von der realen im Büro.

Die Wahrheit liegt zwischen Weekly und Daily

Ja, man muss Kommunikation schon auch noch mal neu lernen. Während man sich die ersten Tage noch freut, endlich mal in Ruhe einiges abarbeiten zu können, wirft man spätestens am Ende der ersten Woche ein zaghaftes „Hallo?“ in den sonst leeren Raum. Denn Fakt ist: Es geht einem schon viel flöten, wenn man nicht für einen kurzen Schnack am Schreibtisch des anderen stehen bleibt. Wer hätte das gedacht? Deshalb haben wir unser Montagsmeeting nun ausgeweitet. Nicht deshalb, weil wir wegen verlorenem Zeitgefühl alle drei Tage Montag feiern. Sondern damit wir uns sehen. Als Team. It helps.

Kommunikation ist miteinander sprechen

Und halt wirklich. Deswegen auch für kleine Absprachen: Videocall. Zum einen ist kurz darüber gesprochen schneller, effektiver und klarer, als ewige Dialog-Reihen im eigenen Chatfenster. Zum anderen hat man mal gesprochen, das freut den Sprechapparat – und man hat jemanden gesehen, der nicht mit in den eigenen vier Wänden wohnt.

Das Homeoffice einrichten

Laptop auf den Tisch und fertig. Zugegeben, es gehört mehr dazu, aus einem Wohnzimmer oder einer Küche ein Büro zu machen. Für einzelne Tage im Homeoffice geht das sicher klar. Für einen dauerhaften Arbeitsplatz eher weniger.

Mach es zu deinem Arbeitsplatz

Dein Rechner, dein Bildschirm, deine Maus, Tastatur – ja sogar deine Kaffeetasse. All das macht aus einem Tisch einen Arbeitsplatz. Denn gefühlt wird es mit der Zeit nicht leichter, sich von dem privaten Kram, der so um einen herum verstreut ist, nicht ablenken zu lassen. Und jetzt ein Pro-Tipp von uns: Wenn es irgendwie geht (und es geht immer irgendwie), dann hol deinen Bürostuhl zu dir nach Hause. 12 temporären Quasimodos gefällt das. (Haben wir die erste Woche nämlich nicht)

Was uns im Homeoffice überrascht

Man vermisst sein Team. Japp, die Erkenntnis kam auch für uns überraschend. Das (fast) tägliche Zusammensein mit den Kollegen macht schon einen maßgeblichen Teil dieses Arbeitsalltags aus. Dagegen hilft sich Routinen beizubehalten: gemeinsames Kaffeetrinken – falls der kleine Konfi gerade frei ist?

Schön ist auch, dass man die Kollegen noch mal anders kennenlernt. Mit einem Mal etablieren sich Gesprächsthemen wie die Wandfarbe im Hintergrund oder Sonnenzeiten und WLAN-Empfang auf dem heimischen Balkon. Isolation als Chance – hier funktioniert das.

Die größte Überraschung ist aber vermutlich, dass sogar das Gefühl von Großraumbüro fehlt. Wo man sonst einfach mal in Ruhe telefonieren wollte, vermisst man nun das stete Surren im Hintergrund. Aber kein Problem, hier kann wiederum das Internet Abhilfe schaffen (und seien wir ehrlich, das kann das Internet eigentlich meistens).

 

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Fazit gefällig?

Es geht. Konzentrierte Arbeitsphasen ohne Ablenkung sind ein Pro. Keine Ablenkung aber eben auch ein Contra. Wir freuen uns jedenfalls, wenn wir uns auch im Realen wiedersehen. Und bis dahin hagelt es Highfives gegen die Laptopkamera.